Zum Inhalt
SPD-Reform Januar 2026 · 83.000 Familienunternehmen · SIA-Familienholding

Erbschaftsteuer-Reform 2026: Lösung für 83.000 Familienunternehmen

Im Januar 2026 hat die SPD ein Konzept zur Reform der Erbschaftsteuer vorgestellt: Lebensfreibetrag 1 Mio EUR, Betriebsvermögen-Freibetrag 5 Mio EUR. Studie IW Köln: bis zu 83.000 Familienunternehmen in Deutschland sind betroffen. Wer 30 Jahre aufgebaut hat, sieht potenzielle Steuerlast 460.000 bis 1,5 Mio EUR. Diese Analyse zeigt die SIA-Familienholding als rechtskonforme Strukturierungsantwort.

1. Was die SPD-Reform vorsieht

Im Januar 2026 hat die SPD im Rahmen der Koalitionsverhandlungen ein Konzept zur Reform der Erbschaftsteuer vorgestellt. Wesentliche Eckdaten:

  • Lebensfreibetrag 1 Mio EUR pro Erbe (statt aktuell 400.000 EUR Kinder, 500.000 EUR Ehegatte). Vereinheitlichung über Steuerklassen.
  • Betriebsvermögen-Freibetrag 5 Mio EUR: Begrenzung der bisherigen Verschonungsregelung Betriebsvermögen (§§13a, 13b ErbStG). Aktuell unbegrenzt unter Lohnsummen- und Behaltensregelung.
  • Zielgruppe: Familienunternehmen mit Wert über 5 Mio EUR, die unter der bisherigen Regelung 0 oder geringe Erbschaftsteuer hatten.

Politische Wahrscheinlichkeit: Wirtschaftsforschungs-Institute und Studien (IW Köln, Heuking Rechtsanwälte, Rödl) bewerten die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung 2026-2027 als hoch. Quellen: Rödl Insights Januar 2026, Heuking Newsletter.

2. 83.000 Familienunternehmen sind potenziell betroffen

Studie IW Köln (Januar 2026) schätzt die betroffenen Familienunternehmen:

  • Rund 83.000 Familienunternehmen in Deutschland mit Werten zwischen 5 und 50 Mio EUR.
  • Schwerpunkte: Maschinenbau, Sondermaschinen, Werkzeugbau, B2B-Services, Großhandel, Zulieferer Automotive.
  • Bayern, Baden-Württemberg, NRW: rund 60 Prozent aller betroffenen Unternehmen.

Beispielrechnung: Familien-GmbH mit Wert 8 Mio EUR, Übergang an einen Erben (Kind, Steuerklasse I). Aktuell mit Verschonungsregelung: 0 EUR Steuer. Mit SPD-Reform: 5 Mio EUR Betriebsvermögen-Freibetrag plus 1 Mio EUR Lebensfreibetrag = 6 Mio EUR steuerfrei. Auf 2 Mio EUR Restbetrag: 23 Prozent ESt-Klasse 1 = 460.000 EUR Erbschaftsteuer. Ohne Liquidität.

3. Die SIA-Familienholding als Antwort

Eine SIA-Familienholding in Lettland bietet drei strukturelle Antworten auf die Reform:

  • Schrittweise Schenkung zu Lebzeiten: Anteile an der lettischen Holding können in mehreren Tranchen an die nächste Generation übertragen werden. Mit deutscher Schenkungsteuer-Mechanik (10-Jahres-Reset, Klasse-1-Tarif) ist das mathematisch effizienter als der einmalige Erbfall.
  • Mehrgenerationenholding: Mehrere Generationen halten Anteile gleichzeitig, mit klaren Übertragungsregeln in der lettischen Satzung. Stiftungselemente integrierbar.
  • Lettische Steuerresidenz des Übertragenden: Bei lettischer Steuerresidenz greift lettische Erbschaftsteuer (0 für direkte Verwandte) statt deutsche. Voraussetzung: §6 AStG-konformer Wegzug mit Stundung 7 Jahre EU/EWR.

Die Wahl zwischen den drei Optionen hängt von Familiensituation, Liquiditätsplanung, Mobilitätsbereitschaft und steuerlichen Optimierungspräferenzen ab.

4. Persona: Müller, 52 Jahre, Maschinenbau Bayern

Beispielprofile aus der Mittelstand-Praxis:

  • Person: Geschäftsführer, 52 Jahre, Familien-GmbH Maschinenbau, Sitz bei Augsburg, gegründet 1985 vom Vater, übernommen 2002.
  • Unternehmen: 25 Mitarbeiter, 4 Mio EUR Umsatz, 600.000 EUR Bilanzgewinn, Bilanzwert 8 Mio EUR.
  • Familie: verheiratet, 2 Kinder (24, 28 Jahre), eines davon will übernehmen.
  • Standort: Bayern, lokales B2B-Geschäft, Produktionsstandort soll erhalten bleiben.

Strategie: SIA-Familienholding gründen, Anteile der GmbH zur SIA übertragen über 24 Monate. Substanz in Riga (Bürofläche, Mitarbeiter Compliance/Verwaltung). Schrittweise Schenkung an Kinder über die nächsten 10 Jahre. Müller selbst bleibt deutscher Steuerresident, da operativ in Bayern. Dividenden fließen mit 0 % WHT von GmbH zu SIA-Holding (Mutter-Tochter-Richtlinie).

Ergebnis: Bei Generationenübergang in 15-20 Jahren ist die Erbschaftsteuer-Last erheblich reduziert, das operative Geschäft bleibt unverändert in Bayern, die Familie hat Strukturierungs-Optionen für die nächste Generation.

5. Häufige Fragen

Was ist die SPD-Erbschaftsteuer-Reform 2026?

Im Januar 2026 hat die SPD ein Konzept zur Reform der Erbschaftsteuer vorgestellt: Lebensfreibetrag 1 Mio EUR pro Erbe (statt aktuell 400.000 EUR Kinder, 500.000 EUR Ehegatte). Betriebsvermögen-Freibetrag 5 Mio EUR (Begrenzung der Verschonungsregelung). Bis zu 83.000 Familienunternehmen in Deutschland sind betroffen, mit potenzieller Erbschaftsteuer 19-30 Prozent auf den nicht verschonten Anteil.

Wer ist von der Reform betroffen?

Familien-GmbH und Familienunternehmen mit Wert über 5 Mio EUR. Typisch Mittelstand-Maschinenbau, Großhandel, Sondermaschinen, Werkzeugbau, B2B-Services. Studie IW Köln: rund 83.000 Familienunternehmen in Deutschland mit Werten zwischen 5 und 50 Mio EUR.

Wie hoch ist die potenzielle Steuerlast?

Beispiel: Familien-GmbH Wert 8 Mio EUR, Übergang an einen Erben (Kind). Aktuell: Verschonungsregelung greift voll, Steuer rund 0 EUR. Mit SPD-Reform: 5 Mio EUR Betriebsvermögen-Freibetrag plus 1 Mio EUR Lebensfreibetrag = 6 Mio EUR steuerfrei. Auf 2 Mio EUR Restbetrag: rund 23 Prozent ESt-Klasse 1 = 460.000 EUR Erbschaftsteuer. Ohne Liquidität auf Anteilseigner-Seite ist das eine Verkaufsdruck-Situation.

Wie hilft eine SIA-Holding?

Eine SIA-Familienholding bietet zwei strukturelle Antworten: (1) Anteile zu Lebzeiten an die nächste Generation übertragen, mit lettischer Steuerresidenz des Übertragenden. Lettische Erbschaftsteuer 0 für direkte Verwandte. (2) Generationen-Holding mit mehreren Anteilseignern und klaren Übertragungsregeln in der Satzung. Schrittweise Übertragung möglich, mit deutscher Schenkungsteuer auf reduzierten Beträgen.

Brauche ich Wegzug?

Nicht zwingend. Die SIA-Holding kann auch mit deutschen Anteilseignern operativ sein, sofern Substanz nach §8 Abs. 2 AStG vorliegt. Für vollen Erbschaftsteuer-Schutz ist allerdings lettische Steuerresidenz des Übertragenden empfohlen. Mit Wegzugsbesteuerung-Stundung §6 Abs. 4 AStG (7 Jahre EU/EWR) und Rückkehrregelung §6 Abs. 3 AStG ist die Wegzug-Option flexibel.

Wie lang dauert die Strukturierung?

12-24 Monate vor Generationenübergang ist optimal. Phasen: (1) Strukturworkshop mit deutschem Steuerberater und Notar (Monat 1). (2) SIA-Holding gründen mit Substanzaufbau (Monate 2-4). (3) Anteilsübertragung von GmbH-Tochter zur SIA-Holding (Monate 5-8). (4) Schrittweise Schenkung an nächste Generation oder Vorbereitung Generationenübergang (Monate 9-24). Pricing komplexe Familienholding ab 8.500 EUR Setup und 1.800 EUR/Monat.

Familienholding-Strategie prüfen lassen

30 Minuten kostenloses Erstgespräch in Augsburg, München oder per Videokonferenz. Wir analysieren Ihren Familienunternehmen-Wert, die optimale SIA-Holding-Struktur und die schrittweise Übertragung an die nächste Generation.

Erstgespräch vereinbaren Kostenlos · 30 Minuten · Auf Deutsch
Hinweis nach §3 StBerG. Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und stellen keine Rechts- oder Steuerberatung im Sinne des deutschen Steuerberatungsgesetzes (StBerG) dar. Balt Partners SIA ist eine in Lettland ansässige Gesellschaft und erbringt Dienstleistungen im Bereich Unternehmensgründung und operative Compliance lettischer Kapitalgesellschaften. Für eine auf Ihre persönliche Situation zugeschnittene Beurteilung konsultieren Sie bitte einen in Deutschland zugelassenen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Stand der Informationen: April 2026.